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Immer mehr junge Verbraucher:innen setzen auf Second Hand. Aber es zeigt sich eine Kluft zwischen wahrgenommener Relevanz und tatsächlichem Verhalten im Sinne der Kreislaufwirtschaft.
Foto: StockPhotoPro/stock.adobe.com

Kreislaufwirtschaft: Kundschaft sieht großes Sparpotenzial

In Zeiten von Inflation und Nachhaltigkeit ist sich die Mehrheit der Deutschen dem finanziellen Nutzen von Secondhand-Einkauf, Reparatur und Mieten bewusst. Das zeigt eine Studie des Bezahldienstes Klarna. Paradox: Das Bewusstsein spiegelt sich nicht in Handlungen wider.

69 Prozent der Verbraucher:innen haben oder erwarten laut Klarna potenzielle Einsparungen durch kreislaufwirtschaftliche Modelle, zum Beispiel durch den Kauf gebrauchter im Vergleich zu neuer Ware. Das gilt im Rahmen der Studie vor allem für die unter 35-Jährigen. Der Trend hin zu nachhaltigeren und entschleunigten Konsumgewohnheiten hingegen lässt sich altersübergreifend beobachten. So äußern mehr als die Hälfte (54 Prozent) der Verbraucher:innen ihr Desinteresse am Besitz der neuesten technischen Geräte. Angetrieben wird der Wandel laut Studie von einem erhöhten Bewusstsein für die Auswirkungen unseres Konsums auf die Umwelt. Inzwischen macht sich mehr als ein Drittel (36 Prozent) der Verbraucher:innen mehr Gedanken über ihren ökologischen Fußabdruck als noch im Vorjahr.

Wachstumspotenzial im Secondhand-Markt

Erste Widersprüche zeigen sich allerdings im tatsächlichen Konsumverhalten: Sieben von zehn Verbraucher:innen haben im vergangenen Jahr ausschließlich neue Kleidung gekauft. Dieser Trend ist in anderen Kategorien noch ausgeprägter: 82 Prozent bei Handys, Tablets und Laptops, 84 Prozent im Bereich Schuhe und Accessoires sowie 87 Prozent bei Unterhaltungselektronik. Jüngere Verbraucher:innen, insbesondere die Generation Z, zeigen jedoch eine konträre Entwicklung zu älteren: Sie entscheiden sich dreimal häufiger für gebrauchte Elektronik als die über 55-Jährigen. Das deutet laut Klarna auf eine Verschiebung hin zu nachhaltigeren Einkaufsgewohnheiten und ein steigendes Potenzial für Gebrauchtwaren.

Das Reparaturparadoxon: Bewusstsein vs. Handeln

Obwohl fast jede:r zweite Verbraucher:in (45 Prozent) davon überzeugt ist, dass reparierte elektronische Geräte so gut wie neu sind, verhalten sie sich nicht so: Die Mehrheit der Verbraucher:innen entschied sich dagegen, kaputte Unterhaltungselektronik (85 %) oder Mobiltelefone (71 Prozent) zu reparieren. Ein ähnlicher Trend ist in der Modebranche zu beobachten: 77 Prozent verzichten bei ihrer Kleidung auf eine Reparatur. Die Gründe, die bei Verbraucher:innen das nachhaltige Handeln verhindern, sind von Produktkategorie zu Produktkategorie unterschiedlich. In der Elektronikbranche sind die Kosten (57 Prozent) und die Durchführbarkeit (33 Prozent) für die Befragten die größten Hindernisse für eine Reparatur. Im Bereich Mode stellen Machbarkeit (31 Prozent), Bequemlichkeit (30 Prozent) und Nutzen (27 Prozent) die größten Hürden dar. Bei Artikeln aus zweiter Hand wird Wertminderung als Hindernis angesehen: 21 Prozent der Verbraucher:innen nennen den geringen Wiederverkaufswert von Kleidung und 27 Prozent den von Elektronik als Hinderungsgrund für den Weiterverkauf.

Methodik und Zugang

Der „Klarna Circularity Insights Report 2024“ beleuchtet neue und aufkommende Verbrauchertrends in Bezug auf die Kreislaufwirtschaft in der Mode- und Elektronikbranche. Das KI-gestützte globale Zahlungsnetzwerk Klarna hat mehr als 3.000 Verbraucher:innen in Deutschland, Großbritannien und den USA befragt und mehrere Interviews mit Retail-Experten für Nachhaltigkeit geführt. Der Report kann hier aufgerufen werden.

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